Kultur im Dreiburgenland Bayeischer Wald

 

Kultur und Brauchtum in der Gemeinde

 

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Osterbrunnen Kirchplatz

in Preying

Geschichtlicher Überblick

Stich von Wening (1726) Obwohl Werkzeugfunde aus dem Mesopaläolithikum (vor 35000 -100000 Jahren) schon von menschlichem Leben im Gebiet um Saldenburg zeugen, beginnt die eigentliche Geschichte der Gemeinde erst mit der Errichtung der mächtigen Saldenburg im Jahre 1368.

Die Burg selbst wechselte in den folgenden Jahrhunderten immer wieder ihre Besitzer. Geblieben ist jedoch die Abhängigkeit der Bevölkerung vom jeweiligen Adelsgeschlecht auf der Saldenburg. Die Bürger zahlten Steuern und leisteten Frondienste und die jeweilige Herrschaft - ausgestattet mit der niederen Gerichtsbarkeit - bot Schutz und sorgte für Recht und Ordnung.

1388 Die Bayerischen Herzöge Stefan, Johann und Friedrich übergeben die inzwischen an sie gefallene Saldenburg an das Geschlecht der Fraunberger, welche in den folgenden Jahren diesen ihren Besitz an die Eckher von Eckh abgaben.

1442 gelangt Saldenburg an die Ortenburger und später durch Heirat an die Degenberger. Die Degenberger waren führend im Trutzbund der Böckler gegen
den Herzog Albrecht IV.

1468 In Amtshilfe für Herzog Albrecht IV. zerstört Herzog Ludwig von Landshut große Teile der Saldenburg. Nur der heute noch erhaltene mächtige Wohnturm überlebt diesen Angriff. Die Saldenburg fällt an den Herzog zurück.

1479 fällt die Saldenburg wieder an die Ortenburger zurück und verbleibt die
nächsten 200 Jahre bei diesem Geschlecht.

1677 kommt Saldenburg dann an das angesehene Geschlecht der von Preysing.
Unter den Grafen von Preysing erwächst die Saldenburg noch einmal zu voller Blüte. Die durch Blitzschlag zerstörten Teile des Wohnturmes werden in reinstem Barock wieder hergestellt, der Rest bleibt unverändert in Gotik.

1742 übersteht die Saldenburg fast unbeschadet die bayerwaldweiten Zerstörungen durch Trenk den Panduren im Österreichischen Erbfolgekrieg.

1803 Die großen Umbildungen im Gerichts- und Verwaltungswesen in Bayern lassen vorerst jedoch - so auch bei Saldenburg - die neu gegründeten Gemeinden und die althergebrachten Hofmarken noch nebeneinander existieren.

1841 Die Gemeinde Saldenburg befindet sich erstmals in voller Selbstverwaltung. Gemeinde und Burgbesitzer gehen ab jetzt eigene Wege.
Die Burg wechselt nach und nach an bürgerliche Besitzer und wird 1926 vom Bayerischen Staat übernommen.

1928 wird die Saldenburg zu einer den schönsten und meistbesuchten Jugendherbergen des Bayerischen Waldes ausgebaut.