Kultur im Dreiburgenland Bayeischer Wald

 

 

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Vor der Restaurierung

Aufstellung des neu restaurierten Kreuzes

 

Fotos: Stefan Hundssrucker

Das „Kleeholzkreuz“

Am östlichen Ortseingang von Saldenburg steht, von der Bundesstraße 85 kommend, das Saldenburger „Kleeholzkreuz“.

Nach einer ca. einjährigen Restaurationszeit wurde das Kreuz im März 2014 wiederaufgestellt. Die Segnung durch Pfarrer Manfred Wurm fand am Karsamstag, den 19. April 2014, unter musikalischer Begleitung des Singkreises Saldenburg statt.

Das Saldenburger Ortskreuz, das alle Autofahrer und Wanderer seit vielen Jahrzehnten am Ortseingang begrüßt und deren Entstehung auf eine Zeit um 1910 geschätzt wird, war mehrfach gezeichnet von den Spuren der Zeit: Handtellergroße Löcher hatten sich im Lauf der Jahre in den Metallkorpus gefressen, einschussartige Öffnungen förderten Rost und Zersetzung, Risse an Beinen und Armen verstärkten den desolaten Zustand des „Kleeholzkreuzes“, das nun nach dem topografischen Hügel, der den Anfang der Ortschaft Saldenburg markiert, benannt ist.

War für viele Vorbeifahrende der schlechte Zustand aus der Ferne nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, so wurde die Restauration dennoch unvermeidbar, wollte man das Kreuz überhaupt noch für die Gemeinde erhalten. Auf Initiative des Saldenburger Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Stefan Hundsrucker entschloss sich das Pfarrgremium 2013 dazu, mit allen Kräften anzupacken und dem Ortsbild wieder einen würdigen Anfangspunkt zurückzugeben. Lösungen fand dabei vor allem Michael Striedl aus Lanzenreuth, der sich mit seinem handwerklichen Geschick in ungezählten Stunden gemeinsam mit Josef Hartinger aus Spitzingerreuth mit der Restaurierung des Kreuzes beschäftigte, Löcher zuschweißte, Feinarbeiten  ausführte, viele Koordinierungsschritte übernahm, für den perfekten Schliff am Korpus sorgte und so zum Gelingen des Projekts maßgeblich verantwortlich zeichnete. Dass dabei auch neue Wege zu gehen waren, zeigte sich in der Zusammenarbeit mit Freunden, Helfern und Betrieben in der Gemeinde: Mit dem Herrgott ging es im Autohaus Klessinger in Hundsruck auf die Hebebühne, um notwendige Ausbesserungsarbeiten  am Metallkorpus durchführen zu können; weit gereist – vom Sandstrahler Gerlsberger in Garham bis zur Lackiererei Hirsch in Neuburg am Inn – kam das Kreuz endlich wieder in die Gemeinde zurück. Karl Krenn aus Saldenburg erstellte dazu das neue Holzkreuz.

Am 27. März 2014 rückte der Bagger an, um das Kreuz in die alte Fassung zu hieven, die nun von einem Granitstein passgenau umhüllt wird.

Mithilfe der Gemeinschaftsleistung von Kirchenfamilie, Gemeinde, Spendern, Unternehmern und vielen Tüftlern grüßt das Saldenburger Ortskreuz seit Ostern 2014 wieder allen zu!